Montag, 27. Juni 2016

Hoteltipp Berlin – das nhow – Let’s rock it!

Direkt am Ufer der Spree gelegen, ist das 2010 eröffnete nhow Berlin als Europas erstes Music and Lifestyle Hotel ein modernes Architektur- und Design-Highlight der Hauptstadt.
Das Konzept entwickelten die Macher vom nhow Berlin in Kooperation mit Lautstark/René Rennefeld und seinem Partner Daniel Schmuck. Neben seiner Tätigkeit im nhow Berlin ist René Rennefeld außerdem Manager/Produzent der Hansa Tonstudios, in denen schon Stars wie REM, David Bowie oder U2 ihre Welthits aufnahmen.

...trifft verspieltes Digipop-Design
©Mattias Hamren
Geradlinige Hafenarchitektur...
 
 
 
 
 
 
 



So schön wohnt Musik – und der Gast


Das nhow Berlin verfügt über 304 Zimmer in drei Kategorien: Standard-Zimmer, Superior-Zimmer und Junior Suite. Außergewöhnlich an den Zimmern ist, dass man zwischen drei Farbkonzepten wählen kann, 60 Prozent der Zimmer verfügen über Spreeblick. Die Matratzen sind 30 cm dick und sorgen für vollkommene Erholung.



nhow kulinarisch
Das Fabrics ist ein Restaurant wie ein guter Beat. Es bietet eine neue deutsch-französische Küche mit regionalen Akzenten.
Die Envy Bar kann nicht nur mit einer nahezu 450 m2 großen Terrasse direkt an der Spree glänzen, sondern auch mit einer außergewöhnlichen Spirituosenauswahl. Beim Chillen auf der Terrasse fühlt man sich wie im urbanen Urlaub.



 








nhow Studios
Das Außergewöhnlichste ist der nhow Music Sound Floor im Kranhaus in der 8. Etage mit zwei Studios, einer Aufnahmekabine sowie einer großen Lounge. Dieser Bereich kann exklusiv für Aufnahmen und Events gebucht werden, beispielsweise für einen Firmensong oder ein exklusives Teambuilding- oder Motivationstraining.
Ein weiterer Aspekt für die konsequente Umsetzung des Musikhotel-Konzepts ist der einzigartige Gitarren-Roomservice. Der Gast kann sich rund um die Uhr eine Gitarre oder ein Keyboard inklusive Set und Kopfhörern kostenlos auf sein Zimmer bestellen.


©Mattias Hamren
Das Studio in der 8. Etage des Kranhauses
Die Gitarren warten auf einen
musikalischen Gast







 
Konferenz 3.0 oder exklusives Event im nhow
Das nhow verfügt über sieben verschiedene Tagungsräume mit einer Deckenhöhe von bis zu 4,60 Metern und Berlins einzigen Konferenzsaal mit direktem Spreeblick durch bodentiefe Fenster, direkten Terrassenzugang und bahnbrechende 3DHologramm-Telepräsenztechnologie. Bis zu 930 Personen finden hier auf 964 m2 Platz. Eine Besonderheit des größten Konferenzraumes ist die Kabelverbindung zum nhow Music Sound Floor und ermöglicht eine direkte Aufzeichnung von Pressekonferenzen, Podiumsdiskussionen oder Konzerten im Musikstudio.
Ob Produktpräsentation, Hochzeit, DJ-Night, Fotoshooting, Fashion Show, Galadinner – eine breite Auswahl an Räumen liefert das jeweils perfekte Setting für ein exklusives Event.

 
 



Das Music and Lifestyle Hotel nhow ist the place to be für Musik, Kunst und Fashion in Berlin und sowohl für Events als auch für einen privaten Besuch eine absolute Empfehlung.



Montag, 13. Juni 2016

Lugano – die Schweiz von ihrer italienischen Seite



"Hier scheint die Sonne inniger,
und die Berge sind röter,
hier wächst Kastanie und Wein,
Mandel und Feige,
und die Menschen sind gut, gesittet und freundlich…“
                                                                             Hermann Hesse

 Hermann Hesse schrieb mit so großer Begeisterung über das Tessin, dass er 42 Jahre bis zu seinem Tod dort verbrachte. In Montagnola, einem höher gelegenen Dorf südwestlich und nur unweit von Lugano, bewohnte er vier kleine Räume in einem schlossartigen Gebäude, der „Casa Camuzzi“, die sich im 18. Jahrhundert einer der Tessiner Baumeister in Gestalt eines neobarocken Palazzos errichtet hatte. Von dieser Hanglage aus und oberhalb des dichtbewachsenen Waldgrundstückes überblickte Hesse nach Osten den Luganer See mit den gegenüberliegenden Hängen und Bergen auf italienischer Seite. Die neue Lebenssituation und die Lage des Gebäudes inspirierten Hesse zu neuer schriftstellerischer Tätigkeit und er schuf dort Werke wie Siddhartha (1922), Der Steppenwolf (1927), Narziß und Goldmund (1930) und Das Glasperlenspiel (1943), für das er 1946 den Literaturnobelpreis erhielt.

Auch ich wollte ich mich in Lugano von der Schönheit des Tessins überzeugen und mich inspirieren lassen...

Lugano – freundliche Stadt
Lugano ist von Bergen und einem zauberhaften See umgeben und vereint in sich sowohl die Merkmale einer erlesenen Metropole als auch die einer kleinen Stadt. Bemerkenswert ist das historische Zentrum mit zahlreichen wunderschönen Bauten.

In den verschiedensten Läden findet sich alles, was das Herz begehrt: von Luxusartikeln zu Antiquitäten, von Souvenirs zu Handwerksprodukten, abgesehen von den typischen Märkten auf den Plätzen, auf denen vor allem Lebensmittel der Region angeboten werden.
 
Luganos Seepromenade mit
„Hausberg“ Monte Bré
Malerische Treppe neben der Kirche
Chiesa S.ta Maria degli Angioli

Lugano entdecken:
Natürlich wollte ich auch die Umgebung von Lugano kennenlernen, die diverse Ausflugsmöglichkeiten bietet: Die Gipfel der beiden „Hausberge“ Monte Bré (933 m ü.M.) und Monte San Salvatore (912 m ü.M.) sind von der ganzen Stadt aus zu sehen und laden Besucher ein, sie entweder zu Fuß oder per Standseilbahn zu erkunden. Es gibt viele gut ausgebaute Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ich entschied mich für den Monte Bré und die Standseilbahn (Funicolare Monte Bré). Seit 1908 ist die Standseilbahn Monte Bré Teil der Geschichte Luganos.


Blick aus der Funicolare
Monte Bré auf Lugano

Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten und bereits auf dem Weg nach oben hatte ich eine wunderschöne Aussicht: Lugano wurde immer kleiner, dafür gab der Luganer See immer mehr von seiner Schönheit und Größe preis.


 





Atemberaubender Ausblick auf das
Tessin mit schneebedeckten Alpen
Oben angekommen, nahm ich den Weg mit den vielen Treppen zur Aussichtsplattform auf dem Gipfel. „Atemberaubend“, war das erste, was ich bei dem Ausblick dachte. Vor mir eröffnete sich ein 180 Grad-Panorama über das Tessin und den Luganer See. Ich hatte dazu auch noch das Glück, einen absolut wolkenlosen, sonnigen Tag erwischt zu haben, so dass die Sicht bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Alpen reichte.

Von der Aussichtsplattform startet ein 2,6 km langer Plateau-Rundweg, der auch durch das Dorf Bré (Bré Paeso) führt. Bré ist ein reizendes Tessiner Dorf, in dem einst die Künstler Pasquale Gillardi, Luigi Taddei, Wilhelm Schmid und Josef Birò gelebt haben. Neben der künstlerischen Ausgestaltung des Dorfkerns befindet sich in Bré das Museum Wilhelm Schmid mit einer Sammlung der Werke dieses Vertreters der „Neuen Objektivität“ im Deutschland der 20er Jahre.

Der gesamte Rundweg bietet aus unterschiedlichen Perspektiven wundervolle Ausblicke auf den See, die Stadt und die Umgebung.
Zurück an der Aussichtsplattform beförderte mich die Standseilbahn wieder hinab und ich freute mich über den gelungenen Tag.


„Heute möchte ich den See erkunden und vom Wasser aus neue Eindrücke gewinnen“, dachte ich am nächsten Tag. Am Seeufer im Zentrum Luganos bietet die Societá Navigazione del Lago di Lugano (lokale Schifffahrtsgesellschaft) Touren zu unterschiedlichen Destinationen an. Die Schiffe fahren regelmäßig nach Fahrplan. Ich entschied mich für einen Bootsausflug nach Morcote.

Morcote mit seiner Pfarrkirche Santa
Maria del Sasso und vielen Palazzi
Morcote liegt zehn Kilometer südwestlich von Lugano im Südteil des Luganer Sees, am Fuße des 822 Meter hohen Monte Arbòstora und war aufgrund seiner Lage gegenüber des italienischen Porto Ceresio im 19. Jahrhundert ein wichtiger Handelsplatz. Die Fahrt mit dem Boot dauerte ca. eine Stunde und wir liefen unterwegs mehrere kleine malerische Orte an bevor wir Morcote erreichten.
Ich freute mich bereits auf den Parco Scherrer, der neben der Pfarrkirche Santa Maria del Sasso die Hauptattraktion von Morcote darstellt.
Im Jahr 1930 befand sich am Ufer des Sees ein altes Häuschen mit einem Stall, an dessen darüber liegendem Hang sich Weinbergterrassen und ein Kastanienhain ausbreiteten. Arthur Scherrer erwarb zu jener Zeit zuerst das Haus und danach etappenweise die Terrassen des bergauf gelegenen Geländes. Er renovierte das Haus und verwandelte es mit architektonischem Gespür in einen herrlichen Wohnsitz. Doch nicht nur das: Scherrer war auch ein passionierter Landschaftsgärtner mit Kunstsinn und ein Romantiker, sodass er im Laufe der Zeit seinen eigenen „Wundergarten“ gestaltete. Während seiner Reisen hatte er eine große Anzahl exotischer Pflanzen bewundert. Er war von deren Anblick so bezaubert, dass er nicht zögerte, diese Vegetation in seinem Park nachzubilden. Viele der Pflanzen tragen heute ein kleines Schild mit ihrem wissenschaftlichen Namen. Arthur Scherrer starb im Jahre 1956. 1965 überließ seine Ehefrau Amalia, mit dem ausdrücklichen Wunsch den Park dem Publikum zu öffnen, das Anwesen gegen Entgelt der Gemeinde Morcote. Der Park wird heute so erhalten, wie er ursprünglich von der Familie Scherrer angelegt wurde.
„Ein griechischer Tempel am Ufer des Luganer Sees, daneben ein siamesisches Teehaus oder ein ägyptischer Tempel? In diesem Park hat man die einmalige Gelegenheit, eine spannende Reise durch Zeit und Raum zu unternehmen, bei der Vergangenheit und Gegenwart, Geschichte und Natur harmonisch miteinander verschmelzen…“.
                                                                                            (Gardens of Switzerland)
Parco Scherrer mit
kunstvollen Skulpturen
Ausblick auf den Luganer See



Nach einem Rundgang durch den zauberhaften Park und ein kleines Picknick ging es mit dem Boot zurück nach Lugano.


Lugano kulturell:
Das kulturelle Angebot im Tessin ist aufgrund unterschiedlicher Einflüsse sehr reichhaltig. Es gibt architektonisch viel zu sehen sowie eine Vielzahl an Museen wie beispielsweise das Museum Hermann Hesse (Montagnola), das Museum Moderner Kunst (Ascona) oder das Sasso San Gottardo (am Gotthard-Pass). In 2015 wurde Lugano durch eine weitere kulturelle Attraktion bereichert: das LAC  Lugano Arte e Cultura.

Das LAC einfach nur ein Museum zu nennen würde ihm nicht gerecht werden. Das Gebäude am Seeufer bietet Platz und Räumlichkeiten für ein reichhaltiges Programm an Ausstellungen, Konzertreihen, Theater- und Tanzaufführungen, zusammen mit verschiedenerlei kulturellen Initiativen und Aktivitäten für die Jugend und Familien.
Das LAC beherbergt außerdem das Museo d’arte della Svizzera italiana (Kunstmuseum der italienischen Schweiz). Auf den drei Ausstellungsetagen findet man eine permanente sowie verschiedene temporäre Ausstellungen, wie auch „site specific“ Installationen. Das Programm des Kunstmuseums des LAC legt seinen Schwerpunkt hauptsächlich auf die Vertiefung und das Studium der modernen und zeitgenössischen Kunst.
Ein Konzertsaal mit 1000 Sitzplätzen, komplett mit Holz verschalt und mit einer mobilen Akustikmuschel bietet ein reichhaltiges Programm an Theateraufführungen und Konzerten.


Das 2015 eröffnete LAC
Lugano Arte e Cultura











Lugano kulinarisch:
Auch gastronomisch hat Lugano viel zu bieten: Die Region zeichnet sich neben der Haute Cuisine, die in diversen Führern nachzulesen ist, besonders durch Grotti aus, in denen insbesondere einheimische Gerichte auf den Tisch kommen. Die Grotti findet man vermehrt in kleineren Ortschaften am Seeufer, die am besten mit dem Boot oder der Fähre zu erreichen sind.

Das Ristorante Grand Café al Porto
Wo Geschichte geschrieben wurde:
Im Jahre 1803 eröffnet, wurde das Restaurant im Laufe der Zeit zum "Salotto" von Lugano und zum bevorzugten Treffpunkt von Literaten, Künstlern und Politikern. Aus Überlieferungen aus dem 18. Jahrhundert ist bekannt, dass der Treffpunkt, welcher ebenfalls ein Hotel ist, bei der lokalen und ausländischen Kundschaft sehr geschätzt wurde. Am 3. März 1945, auf dem Höhepunkt der größten Tragödie an die sich Europa erinnern kann, fand im ersten Stock, im „Cenacolo", des damaligen Restaurants Bianchi, heute Ristorante Grand Café Al Porto, das allererste geheime Treffen zwischen deutschen Offizieren und Vertretern der Alliierten statt. Dank dieses Treffens konnten die deutschen Offiziere von der Ausführung der Strategie „Verbrannte Erde" in Norditalien abgehalten werden.

Eine Welt voller Köstlichkeiten:
Beim Betreten des Grand Café besticht die Präsentation der Al Porto Spezialitäten aus Bäckerei, Konditorei und Confiserie. Hier finden sich feinste Patisserie-Kreationen, Torten, Kleingebäck, Pralinés sowie eine Auswahl an traditionellen und speziellen Broten... und "dulci in fundo", mit Stil verpackte Köstlichkeiten, um sich selbst oder geliebten Menschen eine Freude zu bereiten.
Ich entschied mich für ein Mousse au Chocolat Törtchen mit Himbeermark, bereits optisch ein Kunstwerk. Dieses köstliche Törtchen bleibt mir definitiv in Erinnerung!

www.grand-cafe-lugano.ch

Das 1803 eröffnete Ristorante
Grand Café al Porto
Da fällt die Auswahl schwer:
die Köstlichkeiten des Grand Café


Köstliches Mousse au Chocolat
Törtchen mit Himbeermark


 

Restaurant La Tinera
Das Restaurant La Tinera liegt sehr zentral in Lugano, in einer kleinen Seitenstraße der Piazza Riforma. Von außen sieht das Gebäude unspektakulär aus, steigt man allerdings die Treppe hinab, steht man in einem urig-gemütlichen Restaurant mit Weinkeller-Atmosphäre.
Gemütliche Weinkeller-Atmosphäre
Auch wenn meist alle Tische reserviert sind, so findet das nette Servicepersonal doch immer noch ein Plätzchen. Das La Tinera bietet größtenteils lokale Weine aus dem Tessin (Merlot, rot und weiß gekeltert), die in kleinen Tonschalen gereicht werden sowie Tessiner Spezialitäten wie Kalbsragout mit Polenta.





Penne Arrabbiata: Vorsicht, scharf!!
Bekannt ist das Restaurant für seine Antipasti, besonders für die Salametti Nostrani, eine kleine Salami, die aufgeschnitten mit Brot gereicht wird. Die Salami bezieht das Restaurant direkt vom Bauernhof. Empfehlenswert sind auch die Pasta und die Risotti.



Sowohl Einheimische als auch Touristen lassen es sich hier schmecken. Zusammen mit dem quirligen Servicepersonal herrscht im La Tinera eine fröhliche und gemütliche Atmosphäre.


Lugano gastfreundlich:
Reist man zum ersten Mal an einen Ort, hat man die Qual der Wahl bezüglich einer Unterkunft. Ich hatte mich für das Hotel International au Lac (***S) entschieden und wie sich zeigte, die absolut richtige Wahl getroffen. Wer hier eincheckt, den erwarten Gastfreundschaft und historischer Charme, zwischen Altstadt, Kunst und See: In sehr privilegierter Lage an der Seepromenade, in unmittelbarer Nähe von Restaurants, Cafés, den Boutiquen der Via Nassa und dem LAC Lugano Arte e Cultura, empfängt das Hotel seine Gäste sehr herzlich.

Bereits von außen macht das Hotel einen "herrschaftlichen" Eindruck, der sich im Inneren fortsetzt. Die Einzelzimmer sind zwar nicht allzu groß (9 m2), aber sehr geschmackvoll eingerichtet. Auch die Außenanlage in der 2. Etage, wo sich der Swimmingpool befindet, ist sehr gepflegt und eine kleine Oase. Das Frühstück, das bis 11:30 Uhr serviert wird, bietet eine große Auswahl an Brot und Brötchen, Müsli, Joghurt, etc. Auch an warmen Speisen (Rührei, Speck, Würstchen, gegrillte Tomaten) mangelt es nicht. Das Servicepersonal ist außerordentlich freundlich und zuvorkommend. Von der Bar des Hotels hat man abends einen wundervollen Blick auf den See, in dem sich die funkelnden Lichter der Ortschaften spiegeln.

Das 1906 eröffnete Hotel trägt – meines Erachtens zu Recht – die Auszeichnung „Historisches Hotel mit besonderer Auszeichnung“ der UNESCO für seine Erhaltung der historischen Substanz des Gebäudes.


Das 1906 eröffnete Hotel
International au Lac…

…mit historischem Interieur

Sonntag, 12. Juni 2016

Das Estia in Düsseldorf: Restaurant & mehr ("Herdfeuer" und "Zusammenkunft")


"Einst war es der Olymp, auf dem Estia – die Göttin des heimischen „Herdfeuers“ und der „Zusammenkunft“, den Göttern himmlische Speise und Trank reichte."
Auch heute ist das Restaurant Estia ein Ort, an dem sich Menschen zusammenfinden um in gemütlicher Atmosphäre umgeben von griechischer Gastlichkeit zu essen, zu trinken und den Augenblick zu genießen.

An der Karte des Estia ist besonders hervorzuheben, dass es sich bei den angebotenen Fleisch- und Fischsorten nicht um die Standardsorten vieler Restaurants handelt. Wer sich hier beispielsweise für ein Kotelett vom Schwein entscheidet, bekommt eines vom Thüringer Duroc Schwein. Aus dem Meer hat das Estia ebenfalls einiges zu bieten: von Baby Calamares über Riesengarnelen (Wildfang) in unterschiedlicher Zubereitung bis hin zu gegrillter Dorade Royal oder Loup de Mer. Als Beilagen werden Salat oder Grillgemüse und Brot gereicht. Bei Fleischgerichten eher Pommes Frites.
Auch die Vorspeisen ("Meze") sind sehr zu empfehlen, hier besonders der gegrillte Oktopus und das Tzatziki, das man in einem griechischen Restaurant natürlich nicht auslassen sollte. Hier werden qualitativ hochwertige Produkte verwendet und absolut frisch zubereitet.
Das Estia bietet größtenteils mediterrane Weine, mein Tipp ist der Rosé "2 Roses RIRA" (Grenache & Syrah).
Der Service ist sehr freundlich, zuvorkommend und flexibel und sorgt für eine sehr angenehme, mediterrane Atmosphäre, sowohl im Restaurant als auch im geräumigen Außenbereich.
Ein Besuch im Estia verspricht einen stilvollen griechischen Abend!

http://www.estia-restaurant.de/index.php



Gegrillte Dorade Royal
Riesengarnelen in Weissweinsauce
 

Mittwoch, 18. Mai 2016

Geheimtipp in Düsseldorf: Hochwertige mediterrane Küche im Di Napoli


Als Ristorante Pizzeria bietet das Di Napoli auf der Moltkestraße authentisch neapolitanische Pizza aus dem Steinofen.
Auch über die Pizza hinaus kann man hier hochwertige mediterrane Küche genießen. Amir Saeidi und sein Team punkten immer wieder mit frischen Produkten und schöne Kompositionen bei den Vorspeisen (bspw. Carpaccio vom Oktopus mit hausgemachtem Paprika-Pesto und Rucola oder Grüner Salat mit lauwarmen Thunfisch-Ragout und Balsamico-Jus) wie auch bei den Hauptgängen (bspw. Baskische Fischsuppe oder zweierlei vom Rinderfilet und Foie Gras an Trüffelpüree und Gemüse). Auch der Service lässt nichts zu wünschen übrig.
Das Essen wird begleitet von klassischer Musik, live dargeboten von einem Pianospieler.
Für einen gelungenen Abend in schönem Ambiente und mit tollem Essen ist das Di Napoli absolut eine Empfehlung.

http://www.restaurant-dinapoli.de/


Salat mit Rindfleischstreifen,
Cherrytomaten und Parmesanchips
Marinierte Flusskrebsschwänze
an Avocadosalat

Berner Oberland (Schweiz): Top of Europe - im wahrsten Sinne



 


„Da möchte ich noch mal hin“, dachte ich, als mir ein Album mit Urlaubsfotos aus meiner Kindheit in die Hände fiel. Im Winter ging es jedes Jahr nach Grindelwald im Berner Oberland. An meinen ersten Urlaub dort konnte ich mich nicht erinnern, denn ich war erst 10 Monate alt.

Als ich das Fotoalbum durchblätterte, kamen mir jedoch Erinnerungen an spätere Urlaube in Grindelwald. Es waren Erinnerungen, die alle Sinne einbezogen: Ich sah das Chalet am Terrassenweg, in dem wir immer wohnten, hörte das Glockenläuten der Kühe, die im Winter in den Ställen standen und roch die klare Luft der Berge. Ich fühlte die Kälte des Schnees in meinen Händen, wenn ich Schneebälle formte und ich schmeckte den Schokoriegel mit den kleinen Mandelstückchen, den mein Vater mir immer in dem kleinen Bauernladen kaufte.

„Da möchte ich noch mal hin“, schoss es mir beim Blättern wieder durch den Kopf, „aber dieses Mal im Sommer.“

Gesagt, getan, reiste ich also im Sommer nach Grindelwald. Wenn man nicht mit dem Auto anreisen möchte, gibt es eine andere angenehme Möglichkeit: einen Flug bis Zürich und von dort aus mit der Schweizer Bahn ca. 2 ½ Stunden nach Grindelwald. Ab Interlaken beginnt der Zug, teilweise zahnradbetrieben, den Anstieg und die Berge kommen näher.
 

Entführung in die idyllische Schweizer Bergwelt

In Grindelwald angekommen, machte ich mich auf die Spuren meiner Kindheit:  Als Erstes fuhr ich mit der Firstbahn, einer Gondelbahn der Jungfraubahnen, hinauf zur First auf 2168 m. First bedeutet zwar ganz einfach Bergkamm, ist aber als Ausflugsziel „first class“. Die Talstation der Firstbahn liegt mitten im Ortszentrum von Grindelwald. Mit Gondeln und anderen Bahnen bin ich schon seit besagten Kindertagen immer gerne gefahren.

Wahrscheinlich habe ich mich damals nicht so sehr für die wunderschöne Landschaft interessiert, aber für die Ziegen und Kühe, denen man damals wie heute dort oben begegnet. Von dort machte ich mich auf zum Bachalpsee, eine Wanderung auf über 2000 Metern Höhe.





Posierende Ziege auf dem Weg zum Bachalpsee

















Auf dem Weg dorthin muss zunächst ein kurzer, aber nicht zu verachtender Anstieg bewältigt werden. Der Wanderweg ist jedoch gut ausgebaut und führt danach leicht auf und ab. Nach ca. einer Stunde erreicht man den Bachalpsee und wird dort durch ein wundervolles Panorama belohnt: im Bachalpsee spiegelt sich wunderschön das Jungfraumassiv.
Den Bachalpsee erreicht man jedoch nicht nur von First aus, sondern auch im Rahmen einer ganztägigen Tour. Sie startet an der Schynigen Platte und führt als klassischer Höhenwanderweg leicht aufwärts zum Faulhorn, wo das älteste Berghotel Europas den Wanderern Kost und Logis bietet. Nach kurzem Abstieg kommt man von dort an den Bachalpsee und weiter zur First. Auf meiner Wanderung fand ich oberhalb des Bachalpsees ein grandioses Plätzchen für ein Picknick, Panoramablick inklusive.
 
Grandioser Platz für ein Picknick: Bachalpsee mit
Blick auf das Jungfraumassiv














Den Bergen so nah
Mein Hotel - im Stil eines typischen urigen Chalets - lag ruhig, ca. 10 Gehminuten vom Ortszentrum von Grindelwald entfernt. Vom Balkon meines Zimmers aus hatte ich einen wundervollen Ausblick auf die Eigernordwand, die noch im August leicht schneebedeckt war.
durch den Film „Nordwand“, übte sie auch auf mich eine große Faszination aus und ich wollte näher an sie und ihren Mythos heran.
 
Der Eiger in Nachmittagssonne
 
 
 
 
 
 
 

 
Das Jungfraujoch – Top of Europe
Am nächsten kommt man der Eigernordwand bei einer Fahrt auf das Jungfraujoch – Top of Europe. Die Bahnfahrt zum höchsten Bahnhof Europas bis auf 3454 m ist schon ein Erlebnis für sich. Die Panoramazüge verkehren auf den Strecken Grindelwald – Kleine Scheidegg und Lauterbrunnen – Kleine Scheidegg. Ich nahm die Kleine Scheidegg von Grindelwald aus in Angriff. Sie liegt zu Füßen von Mönch, Eiger und Jungfrau auf 2061 m. Wie in „Nordwand“ verfilmt, beobachteten dort bereits 1936 Schaulustige, wie in der Wand aus Eis und Fels vier Bergsteiger auf dramatische Weise ums Leben kamen.
Von der Kleinen Scheidegg geht die Fahrt mit der Jungfraubahn durch den Eiger hinauf auf das Jungfraujoch – Top of Europe. An den Zwischenstationen Eigerwand und Eismeer stieg ich aus um durch Fenster im Berg die Aussicht zu genießen. Oben auf dem Jungfraujoch angekommen, war ich begeistert, denn es eröffneten sich von der Aussichtsterrasse Sphinx in 3571 m atemberaubende Ausblicke auf die alpine Wunderwelt aus Eis, Schnee und Fels. Das Sphinx Observatorium ist das Wahrzeichen des Jungfraujochs.
Neben der Sphinx bietet das Jungfraujoch – Top of Europe mit dem Jungfrau Panorama 360° und dem Plateau weitere Aussichtspunkte, von denen aus man die schneebedeckten Berge und den Aletschgletscher bewundern kann.
Ganz oben: Blick auf den Aletschgletscher
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Man sollte sich für das Jungfraujoch genügend Zeit nehmen, denn es bietet über die Aussicht auf die alpine Bergwelt hinaus noch vieles mehr.
Mit Alpine Sensation erlebt man eine audiovisuelle Reise durch die Alpenwelt. Der Erlebnisrundgang ist 250 Meter lang und verbindet die Sphinxhalle mit dem Eispalast. An steilen Stellen wird man von Rollbändern befördert. Mein Highlight von Alpine Sensation waren eine Art Erlebnisnischen, in denen die touristische Entwicklung in den Alpen und die Geschichte der Jungfraubahn inszeniert werden. Beim Bau des Tunnels durch den Eiger wurden Mensch und Maschine durch harte Witterungsbedingungen bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit gefordert. Die – größtenteils italienischen – Arbeiter mussten mit einer Durchschnittstemperatur von minus 8°C fertigwerden und waren der Gefahr von Lawinen, Blitzschlag und Stürmen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h ausgesetzt. Leider fielen einige der Arbeiter beim Bau der Bahnstrecke von 1896 bis 1912 diesen Witterungsbedingungen zum Opfer und ließen ihr Leben im Schnee und Eis des Berges. Ihnen wird in Alpine Sensation gedacht.
Am Ende des Erlebnisrundgangs liegt der Eispalast. Er ist eine gewaltige Halle aus dem Gletschereis des Jungfraufirns. Im Eispalast sind bunte, beleuchtete und kristallin wirkende Skulpturen ausgestellt, wegen der Wärmeabstrahlung der Besucher muss er auf minus drei Grad gekühlt werden.
Auf dem Gletscher kann man im Snow Fun – Top of Europe Schlitten, Snow Tubes, Ski oder Snowboards mieten, womit dem Wintersport auch im Sommer nichts im Wege steht.
Der Swiss Chocolate Heaven rundet den Besuch des Jungfraujochs dann noch geschmacklich ab. Hier werden Geschichte und Herstellung von Schokolade von der Kakao-Gewinnung bis zur Produktion der Schokokugel mit Hilfe von interaktiven Elementen dargestellt. Natürlich kann man die Schokolade auch kosten.

Allein auf dem Jungfraujoch – Top of Europe kann man schon einen ganzen Tag verbringen. Ein letztes Mal genoss ich den Blick auf die Weite des Aletschgletschers bevor ich mich mit der Jungfraubahn auf den Rückweg nach Grindelwald machte.
 
Jungfrau Eiger Walk – Wandern entlang der Jungfraubahn
An der Station Eigergletscher stieg ich aus, denn ich wollte das letzte Stück bis zur Kleinen Scheidegg wandern, und zwar über den Jungfrau Eiger Walk.
Thema des Weges ist die Eigernordwand, die sich entlang der Strecke aus verschiedenen Blickwinkeln imposant präsentiert. Die Station Eigergletscher der Jungfraubahn liegt auf 2320 Metern. Talwärts ist die Wanderung leicht. Die Route führt über einen breiten, leicht absteigenden Weg entlang der Ausläufer des Eigergletschers und führt direkt zum Bahnhof Kleine Scheidegg auf 2061 m. Ich brauchte für die Strecke ca. 45 Minuten. Auf halber Strecke gesellte sich unter lautem Glockenläuten eine freundliche Kuhherde zu mir und begleitete mich hinunter bis zur Kleinen Scheidegg, wo ihr Bauer bereits auf sie wartete, um sie zum Melken und für die Nacht zu ihren Stallungen zu bringen.

Kleine Scheidegg, 2061 m
 
 
Ich setzte mich in den nächsten Zug der Jungfraubahn und fuhr zurück nach Grindelwald, glücklich über diesen wunderschönen Tag in den Schweizer Alpen.
Ich bin froh, nach Grindelwald zurückgekehrt zu sein. Die Reise mit all ihren Eindrücken war ein unvergessliches Erlebnis und für mich steht fest, dass ich die Reise noch einmal wiederholen werde, dann vielleicht doch wieder im Winter: zum Schneeschuhwandern!